Versagensängste hatten wir wahrscheinlich alle schon mal: Als Kind vor einer wichtigen Klassenarbeit, als Erwachsener vor einer Aufgabe im Beruf. Oder die Versagensangst, wenn du einem potentiellen Partner wirklich gefallen willst. Das kann ein ganz schreckliches Gefühl sein und bringst uns direkt zu der naheliegenden Frage: Muss das denn sein?

Was ist überhaupt Versagensangst?

Die Angst, dass etwas nicht klappen könnte, ist auch nur eine Form von Angst wie Angst vor Höhe, vor einem Tier oder vor einer Situation, in der dir etwas nicht gelingen könnte: Alle diese Ängste funktionieren nach demselben Schema. Menschen machen in ihrer Vorstellung das, wovor sie Angst haben, unfassbar groß und damit wird es eine mächtige Sache, vor der es ganz klar sinnvoll ist, wirklich Furcht zu haben.

Speziell bei Versagensangst greift bei vielen Menschen die Strategie, das Ergebnis in Gedanken vorweg zu nehmen – und leider den negativen Ausgang. Weißt du ganz, ganz sicher, dass die Sache negativ ausgeht? Wenn ich ehrlich sein darf: Das grenzt gewissermaßen an Hellseherei. 🙂 Ab dem Moment, in dem verstehst, dass du die Zukunft gar nicht kennst, wird es immer wahrscheinlicher, dass auch ein positiver Ausgang möglich ist. Zumindest könntest du dich auch für den positiven Ausgang öffnen. Und gemessen daran, wie oft du schon erfolgreich warst, gibt es eine sehr gute Chance, dass das wieder passiert.

Wie kann ich meine Angst überwinden?

Wenn ich diese Frage höre, freue ich mich immer wieder über die vielen tollen Möglichkeiten, die das Neurolinguistische Programmieren (NLP) bietet, um Ängste schnell und erfolgreich loszuwerden.

Seminarteilnehmer mit Kindern geben gerne die „Gefühl-umdrehen-Strategie“ an ihre Kinder weiter, die vielleicht Angst im Dunkeln haben oder Angst vor Klassenarbeiten und Schulveranstaltungen.
Eine Mutter hatte nach dem NLP-Practitioner-Seminar ihre neue Fähigkeit die Angst rauszunehmen, umzudrehen und wieder an die Stelle zurückzusetzen mit ihrer Tochter geübt. Als die Tochter ins Schullandheim fuhr, hat sie jeden Abend die Angst-weg-Strategie „Gefühl rausnehmen-umdrehen-wieder einsetzen“ angewendet und sich statt beklommen stark und sicher gefühlt, so dass sie wirklich Spaß an der Schulreise hatte. Wie schön!

Und natürlich funktioniert das genauso für Erwachsene mit Versagensangst. Die Techniken wirken wie ein Reset-button und Menschen können danach die Situation mit neuen Augen sehen.
Daher hier nochmal ausführlich, wie es wirklich funktioniert: Du findest die Stelle im Körper, wo Du die Angst oder Beklemmung fühlst. Dann greifst du an diese Stelle und nimmst das Gefühl in deiner Vorstellung raus aus deinem Körper. Damit Menschen Gefühle fühlen, müssen sich diese bewegen genau wie Dinge, die du auf deiner Haut fühlst. Wenn Du ruhig sitzt und einen Stift auf deiner Hand liegen hast, wirst auch diesen in der Ruhe nach einer Zeit nicht mehr wirklich fühlen. (Am besten gleich ausprobieren!)
Zurück zur Technik: du nimmst also das Gefühl in deiner Vorstellung und rechten Handbewegungen raus, drehst es um und setzt es wieder zurück. Damit dreht es sich nun in die entgegengesetzte Richtung und wird nicht mehr die Angst von zuvor auslösen können.

„Fast Phobia Cure“, also die schnelle Angstheilung ist ein effizienter Weg, in kürzester Zeit Angst aufzulösen. Und es gibt verschiedene andere NLP-Techniken und Übungen, die einfach zu lernen sind, mit denen die Versagensangst – und jede andere Angst – verschwindet.

Mach die Angst klein

Wenn Du etwas groß machst, wie die Angst zu versagen, dann denkst du viel darüber nach, beleuchtest die Angst von allen Seiten. Sie wird real, zentral und groß.
Daher ist es hilfreich, sie einfach wieder klein zu machen. Sagen wir, du würdest ein Bild von dem unguten Ausgang vor deinem inneren Auge sehen, dann könntest du an dem kleinen Lautstärkeknopf auf der Rückseite des Bildes, den Ton super leise drehen und dann das Bild inklusive Lautstärkeknopf wirklich klein machen: erst Fotoabzuggröße, dann Briefmarkengröße, dann Stecknadelkopfgröße.
Jetzt ist nichts mehr zu erkennen auf dem Bild vor deinem inneren Auge! Den Krümel kannst du nun in deinem Portemonnaie aufheben oder gleich verbrennen und die Asche im Wind davon wegfliegen lassen.
Sollte sich dann je wieder das Angstgefühl melden – einfach dieselbe Prozedur erneut anwenden. 

Angstfrei heißt wirklich frei

Tatsächlich ist es ein Glücksgefühl, wenn du verstanden hast, dass du nicht Opfer deiner Angst sein musst, sondern du selbst deine Gefühlslage verändern kannst.
Jedenfalls ging mir das so, als ich die Techniken vor 25 Jahren von Dr. Richard Bandler gelernt habe.
Und das Beste an den Techniken des NLP: Wenn du einmal verstanden hast, wie es funktioniert, eine Angst loszulassen, brauchst du vor überhaupt nichts mehr Angst zu haben. Denn nun weißt du, wie es geht.
Ich wünsche dir einen glücklichen Weg zu neuen Ufern, in denen hinderliche Ängste, farblos und winzig klein werden und dann einfach sang- und klanglos verschwinden.